UD-700-X PC-Software

Dieses Software-Tool ist für alle UD-700-X2 und UD-700-X2-DALI Anwender, die den Dimmer im DMX-, DALI-, bzw. Standalone-Betrieb betreiben und Funktionen ändern, bzw. Überprüfungen durchführen möchten.

 

Link zur Downloadseite der Software oder hier direkt der Download


Inhalt

 

Der UD-700-X2 wird im ISYGLT-Betrieb wie gewohnt über die BUS-Schnittstelle parametriert und betrieben.

Für den DMX- und Standalone-Betrieb steht eine eigene Software zur Verfügung. Die Kommunikation vom PC zum Dimmer ist in 2 Arten möglich:

1. Unter dem Deckel befindet sich ein USB-Micro-B-Anschluss. Verbindung per USB-Kabel (USB Typ A auf Micro B m/m).

oder

2. über die Klemmen A und B des Dimmers, per RS-485 z.B. mit einem USB-to-Serial RS485-Adapter.

 

Die linken 3 DIP-Schalter für den Mode müssen auf OFF, OFF, ON gestellt werden.

 

Wenn zum ersten Mal mit der USB-Schnittstelle gearbeitet wird, muss der Treiber installiert werden.

 

Zum Start muss die Verbindung vom Dimmer zum PC hergestellt und der Dimmer unter Spannung sein.

 

Software (Download hier) starten, unter "Extras" die Funktion "Hardwareanschluss" auswählen und auf "Testen" klicken.

 

 

Wenn eine gültige Verbindung erkannt wird, erfolgt die Anzeige im Feld "Port". Ansonsten kommt die Meldung "Kommunikationsport wurde nicht erkannt".

Wird der Port nicht erkannt, sind Leitungsverbindung, DIP-Schaltereinstellung und Dimmer nochmals zu überprüfen.

 

Die Grundfunktionen des Programms in der Kopfzeile:

 

 

Funktion Beschreibung
Neu Neue Konfiguration erstellen (mit Defaultwerten vorbelegt)
öffnen Eine vorhandene, abgespeicherte Konfiguration aufrufen
Speichern Die aktuelle Konfiguration abspeichern
Speichern unter Die aktuelle Konfiguration unter einem anderen Namen abspeichern
Parameter auslesen Parameterdaten aus dem Dimmer auslesen
Parameter schreiben Die aktuellen Parameter aus den Registern in den Dimmer übertragen


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Hier finden Grundeinstellungen für den Standalone- und DMX-Betrieb statt.

Bitte beachten Sie die DIP-Einstellungen

 

 

Betriebsarteinstellung bei DMX-512- und Standalone-Betrieb mit den DIP-Schaltern "A" bis "D"

 

DIP-A DIP-B Betriebsart
OFF OFF automatische Betriebsartumschaltung, der Startwert wird mit dem PC-Programm auf dem Register "Grundeinstellung" vordefiniert.
ON OFF PAB Phasenabschnitt
OFF ON PAN Phasenanschnitt
ON ON NonDim

 

DIP-C DIP-D Einstellung Dimmcharakteristik wie Min-Max-Werte, Kurven etc. (PC-Programm)
OFF OFF Parameter der 1. Spalte ("Grundeinstellungen" im PC-Programm UD-700-X2)
ON OFF Parameter der 2. Spalte ("Grundeinstellungen" im PC-Programm UD-700-X2)
OFF ON Parameter der 3. Spalte ("Grundeinstellungen" im PC-Programm UD-700-X2)
ON ON Parameter der 4. Spalte (mit Einstellung Vorheizen für ESL)

("Grundeinstellungen" im PC-Programm UD-700-X2)

 

 

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Auf dieser Seite erfolgt die Einstellung des Notbetriebs bei BUS-Ausfall, die Funktionen der internen Potis und der 0(1)-10V- Eingänge und die Definition der 1-Tasten-Dimm-Funktion.

 


 

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Hier können 2 individuelle Userkurven über je ein Text-File mit 256 Stützpunkten importiert werden.

 

 

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Auf der Statusseite sind Informationen der Firmware, Analogeingänge, Potis, DIP-Schalter, Spannungen, Ströme und Leistungen ersichtlich.

Zusätzlich können die beiden Dimmkanäle mit den Schiebepotis bedient werden.

 

 

 

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Mit der Oszilloskop-Funktion kann der links angewählte Kanal (Dimmer 1 oder 2) mit unterschiedlichen Messmethoden einfach überprüft werden. Somit kann speziell beim Betrieb von Retrofit-Lampen die Last in Bezug auf zu hohe Stromspitzen überprüft werden.

 

 

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Traditionelle Leuchtmittel

 

Die Ermittlung der maximal anschließbaren Leuchtmittelanzahl ist bei den traditionellen Leuchtmitteln relativ einfach - siehe Tabelle.

 

Leuchtmittel Leistung/
Strom
Verlust

Trafo

UD-700-X2
pro Kanal

(700W)

UD-700-X2

parallel

(1400W)

      Anzahl Leuchtmittel
Halogenlampen 230V        
Halogenlampe 20W 20W   35 70
Halogenlampe 30W 30W   23 46
Halogenlampe 46W 46W   15 30
Halogenlampe 57W 57W   12 24
Halogenlampe 77W 77W   9 18
Halogenlampe 116W 116W   6 12
         
Halogen R7s        
Halogen R7s 48W 48W   14 29
Halogen R7s 80W 80W   8 17
Halogen R7s 120W 120W   5 11
Halogen R7s 160W 160W   4 8
Halogen R7s 230W 230W   3 6
Halogen R7s 400W 400W   1 3
         
Glühlampen 230V        
Glühlampe 15W 15W   46 93
Glühlampe 25W 25W   28 56
Glühlampe 40W 40W   17 35
Glühlampe 60W 60W   11 23
Glühlampe 100W 100W   7 14
         
NV-Halogenlampen 12V        
NV-Halogenlampe 10W 10W ca. 10% 63 126
NV-Halogenlampe 14W 14W ca. 10% 45 90
NV-Halogenlampe 20W 20W ca. 10% 31 63
NV-Halogenlampe 25W 25W ca. 10% 25 50
NV-Halogenlampe 33W 33W ca. 10% 19 38
NV-Halogenlampe 35W 35W ca. 10% 18 36
NV-Halogenlampe 48W 48W ca. 10% 13 26
NV-Halogenlampe 50W 50W ca. 10% 12 25
         
Leuchtstofflampen mit VIP90/2        
S/E 5W 0,18A   16 33
S/E 7W 0,175A   17 34
S/E 9W 0,17A   17 35
S/E 11W 0,16A   18 37
D/E 10W 0,19A   15 31
D/E 13W 0,165A   18 36
D/E 18W 0,22A   13 27
D/E 26W 0,315A   9 19
L 18W 0,37A   8 16
L 24W 0,34A   8 17
L 36W 0,43A   6 13
L 58W 0,67A   4 8
F 18W 0,375A   8 16
F 24W 0,345A   8 17
F 36W 0,44A   6 13

 

Retrofits - LED - Energiesparlampen

 

Komplexer wird das ganze dann bei den Retrofit-Leuchtmitteln (LED und ESL).

Hier sollte zuerst das Datenblatt des Herstellers beachtet werden.
Ist das Leuchtmittel dimmbar? In welchem Bereich darf gedimmt werden? Welche Dimmart (Phasenanschnitt oder Phasenabschnitt) wird empfohlen?

 

Oft fehlen jedoch genauere Angaben - hier kann mit dem UD-700-X2 gleich geprüft werden.

Dies kann zum Einen direkt in der Anlage erfolgen, oder im Planungsstadium vorab mit einzelnen Leuchtmitteln.

Bei der Prüfung von einzelnen Leuchtmitteln empfehlen wir, mit mehreren (3-5 Stück) zu testen, da auch diese Leuchtmittel

gewisse Toleranzen aufweisen.
Der Einfachheit halber hier ein Beispiel mit nur einer einzelnen OSRAM PARATHOM® PAR16 50 36° ADVANCED, die am Testplatz mit dem UD-700-X2 gemessen und dann das Ergebnis vor Ort beim Kunden überprüft wurde.

 

Durchführung des Tests:

  • OSRAM-LED am Ausgang 1 anschließen
  • Dimmer mit USB-Kabel zum PC verbinden
  • Dimmer an 230V Spannung anschließen
  • Software "UD-700-X-PC-Testprogramm" starten
  • unter "Extras" den Hardwareanschluss testen und bestätigen.
  • Defaulteinstellung: Phasenabschnitt
  • Nun auf der Seite "Dimmer-Status" mal den Schieberegler für Kanal 1 vom Minimum bis Maximum verschieben und dabei den Maximal-Strom beobachten.

 

Hier ist zu erkennen, dass bei ca. 90% Dimmstellung der höchste Betriebsstrom 0,21A beträgt.

 

 

 

Nun folgt die Kontrolle des Einschaltspitzenstroms.

Hier "Messung bei Start" und z.B. "Halbperiode 2" auswählen (evtl. Tests auch mit anderen Einstellungen durchführen).

Einstellung  "Dimmer 1", Schieberegler nach links, Taste "Messen" anklicken, nun Schieberegler etwas hochziehen.

Hier sieht man, dass der Spitzenstrom 0,4A beträgt.

 

 

 

Gegenkontrolle im Phasenanschittmodus: Auf der Seite "Grundeinstellung" rechts bei "Betriebsart-Voreinstellung" "ANschnitt" auswählen und oben auf "Parameter schreiben" klicken.

 

Hier gleich der Test in der Oszi-Funktion. Vorgehensweise wie oben beschrieben - Achtung, der Spitzen-Strom liegt hier bei 1,3A pro LED-Leuchmittel!

 

 

 

Festlegung: Betriebsart bleibt Phasenabschnitt!

Der Dimmer ist für einen Dauer-Betriebsstrom von 3A pro Kanal ausgelegt. Die Spitzenströme dürfen 8A betragen.

Das ergibt rechnerisch 8A / 0,4A = 20 Stück  LED-Leuchtmittel.

Das wäre der ungünstigste Fall.

Der festgestellte Dauer-Spitzenstrom beträgt 0,21A .Je nach Installation kommt noch der Leitungswiderstand, entsprechend der Entfernung zum Dimmer und der Leuchtmitteln untereinander, begünstigend hinzu.

Deshalb legen wir den Mittelwert - also 0,3A zugrunde - das entspricht dann 26 Stück LED-Leuchtmitteln.

 

Unser Kunde hat eine BAR-Theke mit 28x50W Halogenlampen  = 1400W

Nun wurde auf die OSRAM PARATHOM™ PAR 16 50 35° (7W) umgerüstet.

 

Wir haben mit dem UD-700-X2 in der Anlage gemessen:

 

Spitzenstrom bei Messung der 4. Halbperiode = 8,2A (28 Stück)

Dauer-Betriebs-Spitzenstrom = 4,2A

 

Test mit Phasenanschnitt: Überstrom >> automatische Umschaltung auf Phasenabschnitt

 

Fazit:

Der vorhandene UD-500-M2 mit UD-1000-S konnte durch einen Kanal des UD-700-X2 ersetzt werden.

Nach unserem Ermessen sind ausreichend Reserven vorhanden. Die Anlage kann somit bedenkenlos betrieben werden.

 

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