Allgemeines

Der LED-Dimmer wurde zur Ansteuerung von 2 LED-Kreisen in der Betriebsart "Konstantstrom" entwickelt. Damit ist es möglich, bei einer Dimmauflösung von 16 Bit (interne Auflösung bei ISYGLT-Betrieb), die Leuchtdioden in der Helligkeit zwischen 0 und 100% absolut flackerfrei zu steuern. Der LED-Dimmer kann durch Parametrierung pro Kanal von Geschwindigkeitsberechnung auf absolute Zeitberechnung gesetzt werden. Hiermit sind alle erdenklichen Steuerungsaufgaben, vom einzelnen Lichtdimmen bis hin zur Verwendung für aufwändige Licht- und Farbszenarien, einfach realisierbar.

Folgende Funktionen können durch den LED-Dimmer selbständig ausgeführt werden:

  • Berechnung der Anstiegszeiten von 0,5 Sekunden bis 12 Stunden
  • Farbtreues Dimmen unter Angabe der Farbe über den gesamten Helligkeitsbereich
  • Selbständiges Fahren von momentanen IST-Werten zu vorgegebenen SOLL-Werten mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit (optional in vorgegebener Zeit)
  • Rückmeldung "Sollwert erreicht" nach der Durchführung von Zeitfunktionen
  • Stop-Funktion während der Durchführung von Zeitfunktionen
  • OVERSAMPLING-Fehlerkorrektur: Mit dem so genannten "OVERSAMPLING" korrigiert das Modul selbständig die durch die Zyklenzeiten des BUS-Systems verursachten Sprünge der Dimmwerte.
    Dazu werden die Dimmwerte zwischen den BUS-Zyklen durch Linearisierung in die Auflösung von 16 Bit zurücktransformiert. Dadurch wird z.B. ein Flackern bei der Ansteuerung von Dimmern vermieden. Bei der Programmierung wird das OVERSAMPLING als SOFT-Funktion bezeichnet.
  • Durchführung von Blinkfunktionen
  • Anpassung an verschiedene LED-Module
  • Berechnung von definierten und definierbaren Kurven
  • Berechnung der Min- und Max-Einstellungen pro Kanal zur Nutzung der vollen 16-Bit-Breite
  • Komplexe Notbetriebsfunktion

Ein-/Ausgänge

  • 2 Ausgänge für Power-LED 1050mA
  • 1 Havarie-Eingang "E". Die Funktion ist pro Kanal parametrierbar. (ab Version 2.0)
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Funktionsanzeigen

Am LED-Dimmer kann ein Temperatursensor angeschlossen werden. Die rote bzw. orange LED hat dann - je nachdem, ob der Temperatursensor aktiviert wurde, unterschiedliche Anzeigefunktionen:

Fall 1 ohne Temperatursensor (Parametereinstellung)
  • 1 rote/orange LED signalisiert durch Dauerleuchten die Betriebsspannung
    - Blinken signalisiert einen Parameterfehler
 

 

Fall 2 mit Temperatursensor (Parametereinstellung)

  • 1 rote/orange LED signalisiert die Funktions- und Betriebsart des Temperatursensors
    - Aus = Übertemperatur und Abschaltung des LED-Dimmers
    - Ein = Sensor ok und Temperatur ok
    - normales Blinken = kein Sensor angeschlossen
    - schnelles Blinken = Übertemperatur kurz vor Abschaltung
    - langsames Blinken = Übertemperatur LED-Dimmer regelt zurück
  • 1 gelbe LED signalisiert durch Dauerleuchten, dass der ISYGLT-Subnet-BUS aktiv ist, jedoch die eigene Adresse nicht erkannt wird und durch Blinken die Kommunikation mit dem Master (Adresse wird angesprochen)
  • 1 grüne LED signalisiert die Regelung der Ausgänge (LED blinkt, bis der gewünschte Endwert erreicht ist).


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Anschlüsse

  • 2 Anschlüsse für das Subnet (BUS A und B, RS-485)
  • 2 Anschlüsse für Spannungsversorgung LED
  • 2 Anschluss Anode (+) Power LED
  • 2 Anschlüsse Kathoden (-) Power LED
  • 1 Anschluss für Notbetrieb
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Bauform

  • Kunststoffgehäuse für Leuchteneinbau
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DIP-Schalter

DIP-Schalter ab Firmware V1.08

  • ISYGLT-Betrieb

Schalter Funktion Beschreibung
DIP 1 Protokoll 1 OFF=ISYGLT
DIP 2 Manuell Ein Einschalten auf den Wert "Notbetrieb" (Default 100%)
DIP 3 Reserve OFF
DIP 4 Adressbit 7 Moduladresse (höchstes Bit)
DIP 5 Adressbit 6 Moduladresse
DIP 6 Adressbit 5 Moduladresse
DIP 7 Adressbit 4 Moduladresse
DIP 8 Adressbit 3 Moduladresse
DIP 9 Adressbit 2 Moduladresse
DIP 10 Adressbit 1 Moduladresse (niedrigstes Bit)


  • Protokoll DMX-512 (1990)

Schalter Funktion Beschreibung
DIP 1 Protokoll 1 ON = DMX512-Protokoll
DIP 2 Adressbit 9 DMX-Startadresse (höchstes Bit)
DIP 3 Adressbit 8 DMX-Startadresse
DIP 4 Adressbit 7 DMX-Startadresse
DIP 5 Adressbit 6 DMX-Startadresse
DIP 6 Adressbit 5 DMX-Startadresse
DIP 7 Adressbit 4 DMX-Startadresse
DIP 8 Adressbit 3 DMX-Startadresse
DIP 9 Adressbit 2 DMX-Startadresse
DIP 10 Adressbit 1 DMX-Startadresse (niedrigstes Bit)


Adress-Einstell-Beispiel


  DIP-Schalter Ausgabe
Adresse 0 000000000 Manuell einschalten auf den Wert "Notbetrieb" (Default 100%)
Adresse 1 000000001 DMX-Kanal 1
Adresse 10 000001010 DMX-Kanal 10,
Adresse 127 001111111 DMX-Kanal 127
Adresse 510 111111110 DMX-Kanal 510


 

DIP-Schalter Firmware V1.0

  • ISYGLT-Betrieb

Schalter Funktion  
DIP 1 Protokoll 1 OFF
DIP 2 Protokoll 2 OFF
DIP 3 Reserve OFF
DIP 4 Adressbit 7 Moduladresse (höchstes Bit)
DIP 5 Adressbit 6 Moduladresse
DIP 6 Adressbit 5 Moduladresse
DIP 7 Adressbit 4 Moduladresse
DIP 8 Adressbit 3 Moduladresse
DIP 9 Adressbit 2 Moduladresse
DIP 10 Adressbit 1 Moduladresse (niedrigstes Bit)


  • DMX-512-Betrieb 1:1 ohne Verzögerung/Oversampling

Schalter Funktion  
DIP 1 Protokoll 1 OFF
DIP 2 Protokoll 2 ON
DIP 3 Adressbit 8 Moduladresse (höchstes Bit)
DIP 4 Adressbit 7 Moduladresse
DIP 5 Adressbit 6 Moduladresse
DIP 6 Adressbit 5 Moduladresse
DIP 7 Adressbit 4 Moduladresse
DIP 8 Adressbit 3 Moduladresse
DIP 9 Adressbit 2 Moduladresse
DIP 10 Adressbit 1 Moduladresse (niedrigstes Bit)


Mit den DIP-Schaltern 3 bis 10 wird die DMX-Adresse festgelegt.
Die eingestellte Adresse, multipliziert mit 3 und addiert mit 1, entspricht der ersten von 3 aufeinander folgenden DMX-Adressen:
- Adresse 0, 00000000 = DMX 1, 2 und 3
- Adresse 1, 00000001 = DMX 4, 5 und 6
- Adresse 169, 10101001 = DMX 508, 509, 510
Bei höheren Schalterstellungen wird die Adresse immer auf Kanal 508 ....510 begrenzt



  • DMX-512-Betrieb Oversampling SOFT und 10ms bis 2,5s Dimmverzögerung einstellbar

Schalter Funktion  
DIP 1 Protokoll 1 ON
DIP 2 Protokoll 2 ON
DIP 3 Adressbit 8 Moduladresse (höchstes Bit)
DIP 4 Adressbit 7 Moduladresse
DIP 5 Adressbit 6 Moduladresse
DIP 6 Adressbit 5 Moduladresse
DIP 7 Adressbit 4 Moduladresse
DIP 8 Adressbit 3 Moduladresse
DIP 9 Adressbit 2 Moduladresse
DIP 10 Adressbit 1 Moduladresse (niedrigstes Bit)


  • Protokoll Pixelmaster

Schalter Funktion  
DIP 1 Protokoll 1 ON
DIP 2 Protokoll 2 OFF
DIP 3 Adressbit 8 Moduladresse (höchstes Bit)
DIP 4 Adressbit 7 Moduladresse
DIP 5 Adressbit 6 Moduladresse
DIP 6 Adressbit 5 Moduladresse
DIP 7 Adressbit 4 Moduladresse
DIP 8 Adressbit 3 Moduladresse
DIP 9 Adressbit 2 Moduladresse
DIP 10 Adressbit 1 Moduladresse (niedrigstes Bit)


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Parametrierung

Im ISYGLT ProgrammDesigner bestehen vielfältige Parametriermöglichkeiten.

  • Betriebsarten
     
      Farbwert Helligkeitswert Farbraum
    2 Einzelkanäle    
           


  • Online Funktionsumschaltung über Sonderzeitkonstante an Kanal 2
  • Einstellung diverser Dimmkurven
  • Minimal- und Maximalwerte
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Technische Daten

Typ LED-02E-DMX-1000, LED_02E-DMX-1000-V2 "low noise"
Artikel-Nr. 80100316, 80100317
Betriebsspannung 12V bis 55V DC Impulsfest ! für Power-LED's
Stromaufnahme max. 1100mA pro LED-Kreis, Vorsicherung max. 16A
Ausgangsleistung 2 Kreise mit je 1050mA Konstantstrom Power-LEDs
Die nötige Spannung für Reihenschaltungen von LEDs ist jeweils aus den entsprechenden Datenblättern der LED-Hersteller zu entnehmen.  Die Versorgungsspannung muss 25% höher sein als die Flussspannung der LED.
BUS-Ansteuerung ISYGLT / DMX-512 / Pixelmaster
Leitungslänge Speisung
zu LED-Dimmer
Max. 20m (zur Querschnittsberechnung der Leitung max. zulässigen Spannungsabfall beachten)
Leitungslänge LED-Dimmer
bis zur letzten LED
Max. 50m (zur Querschnittsberechnung der Leitung max. zulässigen Spannungsabfall beachten)

Type LED-02E-DMX-1000-V2 "low noise" max. 2m

Dimmauflösung 16 Bit
Montage Leuchteneinbau
Subnet (RS485) max. 5,6V Begrenzung durch Z-Dioden
Abmessungen  LxBxH 140x35x27mm
Gewicht 80g
Anschluss Federzugklemmen für Ext. Spannungsversorgung 2,5mm²
max. Umgebungstemperatur +45°C
Lagertemperatur -25...+70°C
Luftfeuchte 0 ...85 % r.F. nicht kondensierend
Schutzart in nicht eingebautem Zustand IP 10
CE-Zeichen ja
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Anschlussbelegung

Steckklemmen

  frei
  frei
A Subnet (BUS A, RS-485)
B Subnet (BUS B, RS-485)


2x RJ10 Modular-Jack 4-pol.
1 frei
2 frei
3 Subnet (BUS A, RS-485)
4 Subnet (BUS B, RS-485)


Spannungseinspeisung für LED (12-48V DC impulsfest)

+ Vin Spannungseingang + für LED-Versorgung
+ Vin Spannungseingang + für LED-Versorgung
GND Spannungseingang - für LED-Versorgung
GND Spannungseingang - für LED-Versorgung

5-pol. Mini-Schraubklemme (grün) Lage wie auf der Zeichnung, gezählt von links, Beschriftung auf Leiterplatte

C Anode (+) der Power-LED Ausgang
C Anode (+) der Power-LED Ausgang
K1 Kathode (-) für Power-LED Ausgang 1
K2 Kathode (-) für Power-LED Ausgang 2
E1 Notbetriebseingang (aktiv bei Verbindung zu "C")

 

Layoutänderung 2016 mit neuer Klemmenbelegung

 

Spannungseinspeisung und LED-Anschlüsse


+ Ub Spannungseingang + für LED-Versorgung
GND Spannungseingang - für LED-Versorgung
E1 Notbetriebseingang (aktiv bei Verbindung zu "LED1+ oder LED2+")
LED1+ Anode (+) der Power-LED Ausgang 1
LED1- Kathode (-) für Power-LED Ausgang 1
LED2+ Anode (+) der Power-LED Ausgang 2
LED2- Kathode (-) für Power-LED Ausgang 2

 

BUS-Anschluss und Temperatursensor


BUS-A Subnet (BUS A, RS-485)
BUS-A Subnet (BUS A, RS-485)
BUS-B Subnet (BUS B, RS-485)
BUS-B Subnet (BUS B, RS-485)
Sen- Digitaler Temperatursensor - (sw)
Sen+ Digitaler Temperatursensor + (br)

Anschlussplan für ISYGLT-BUS


Anschlussplan für DMX-512

 

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Ansicht

LED-02E-DMX-1000

(Abbildung ähnlich)

/LED-02E-DMX-1000.jpg



 

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